Söhne Niemands (2000)

Söhne Niemands - Kaminski

Roman, Verlag Volk und Welt, Berlin 2000, 171 Seiten

 

Klappentext:

Danny Has sieht rot. Im blutverschmierten Kittel wühlt er sich Tag für Tag mit der Motorsäge durch einen Dschungel, Fett und glitschigen Sehnen, ausgeliefert der Rohheit, dem Lärm und Gestank des Schlachthofes. Doch eigentlich ist Danny ganz woanders. Seine Sehnsucht fliegt in die Ferne: Danny der Romantiker und Phantast, Danny als Abenteurer und Entdecker, Archäologe und Schatzsucher, ein freier Mensch in der Weite Mesopotamiens, der den Duft Myrrhe und Rosenöl atmet, den Spuren alter Kulturen folgt, durch Gassen und über orientalische Basare streift. Nach elf Semestern immer noch ohne Aussicht je an einen Studienabschluss zu kommen, rafft er sich auf zu konkreten Schritten, erkundigt sich nach Möglichkeiten, an Expeditionen teilzunehmen, nimmt Kontakt zu einer arabischen Handelsvertretung auf. Dochin gleichem Maße, wie sich Dannys Hoffnungen nähren, entfernen sich seine Vorstellungen immer mehr von der Wirklichkeit.

 

Pressestimmen:

„Großstadt-Odysseus auf der Suche nach dem Sinn“ FAZ

„Eine Art Taugenichts des Internet-Zeitalters“ Ruhrzeitung

„Dannys Fernweh … Poetische Rebellion gegen das Grau in Grau seiner Umgebung“ taz

„Ein hübsches Sommerbuch Deutschlandradio

„Kaminskis Prosa ist flüssig und mitreißend, von einer poetischen Leichtigkeit, die niemals aufdringlich wirkt.“ Wiener Zeitung

„Ein Roman …, der an frühere Avantgarden anknüpft.“ Saarbrücker Zeitung

„Ganz schön grotesk. Aber hinter dieser Fassade verbirgt sich ein ganz allgemeinmenschliches Problem: Die Suche nach dem wahren Leben, dem Echten, dem Authentischen … Ein schönes Buch über Träume, Ideale, Fantasien.“ Klassik Radio