Herzhand (2021)

Der Roman ist erschienen im Juni 2021 im Berliner Verlag PalmArtPress, 220 Seiten, Hardcover, 24 Euro

Klappentext:

Helge ist Linkshänder, lustvoll malt und kritzelt er mit seiner linken Hand, doch in der Schule wird er umerzogen. Dennoch bleibt das Schreiben seine Leidenschaft und er versucht in jungen Jahren als Autor zu reüssieren. Nach der Veröffentlichung zweier Romane mit nur mäßigem Erfolg sieht er sich erneut zu einer Kehrtwende gezwungen. Er gibt sein eigenes Schreiben auf und lektoriert von nun an Fremdtexte für eine Service-Agentur. Doch die linke Hand, die wilde, die starke, meldet sich zurück, Helge gibt ihr nach und beginnt zaghaft mit der linken Hand die Geschichte seiner großen Liebe Elena und ihrem Selbstmord aufzuschreiben. Am Ende fragt er sich: Soll ich mich noch einmal durch den Dschungel des Literaturbetriebs kämpfen? Die Kälte gesättigter Lektoren und Verleger ertragen? Seine Herzhand sagt ja.

Die Autorin Tanja Dückers schreibt zum Roman: „Volker Kaminskis Beschreibungen verschiedener Berliner Kulturzirkel sind überaus treffend. Eine warme Ironie, falls es so etwas gibt, durchzieht den Roman, dem es auch an Spannung und kompositorischer Stärke nicht fehlt. Fazit: Lesenwert für alle Linkshänder und Rechtshänder, Künstler wie Kulturszene-Geschädigte, Berlinfreunde und -feinde. Es gibt keine Ausrede, diesen tollen Roman nicht in die eine oder andere Hand zu nehmen.“

Der Autor Friedrich Kröhnke: „Ein Roman rund um die Linkshändigkeit hatte gefehlt! Dabei ist der Text viel mehr: Kaminski erzählt von der deutschen Literaturszene, mal bitterbös, mal melancholisch, aber mit einem nicht auszurottenden Optimismus. Altgediente und neue Leser freuen sich dabei an seinem ganz eigenen Sound.“

Diesen „Sound“ kann man sich in einem Youtube-Video, das vom Karlsruher Literaturhaus erstellt wurde, anhören. Ich lese darin den Anfang des Romans, Dauer c. a. 10 Minuten:

Pressestimmen:

„Was die Hauptfigur dabei erlebt, hat wohl auch mit Erlebnissen des Autors zu tun: Er lässt Helge anrennen gegen Verlage, abweisende Lektoren und eine uninteressierte Branche, die in erster Linie auf Profit ausgerichtet ist. Kaminski beschreibt seine Hauptfigur nicht als notorischen Verlierer, sondern als einen, der eine Berufung in sich trägt, die zeitweise verschüttet war und zurückgewiesen wurde, aber schließlich kompromisslos gelebt wird. Er erzählt (…) als distanzierter Beobachter, mitunter witzig (…) Zu würdigen sind die verschiedenen Romansujets Helges, die sich Kaminski gleichsam als Romane im Roman ausdenkt – und gleichzeitig wohl auch die Leistung, die eigene Arbeit zum Romanstoff zu verarbeiten, ohne zu sehr ins Autobiografische zu geraten.“ Stefan May, Forum – das Wochenmgazin, 30. 10. 2021

„Volker Kaminski (…) zeichnet das realistisch anmutende Porträt eines literarischen Betriebs mit beträchtlicher Eigendynamik. Eine ebenso instruktive wie unterhaltsame Lektüre, die ich allen, die sich an den Hildesheimer und Leipziger Schreibschulen bewerben, ans Herz legen möchte. Aber auch wer wie unsereiner keine schriftstellerischen Ambitionen hegt, liest Kaminskis Schilderung eines Lebens, in dem Freiheit eben auch Notwendigkeit bedeutet, mit Gewinn.“ Fritz Müller-Zech, Am Erker Nr. 81, Oktober 2021

„Er selbst gehe beim Schreiben gern schnell in medias res, verriet Volker Kaminski im Gespräch mit Regina Rabolt von der Literarischen Gesellschaft. So gelingen ihm im Roman neben boshaften Schilderungen menschlicher Eitelkeiten auch schöne Spielereien mit den Begriffen Bild und Spiegelbild, Schrift und Spiegelschrift.“ Sibylle Orgeldinger, Badische Neueste Nachrichten, 13. Oktober 2021

In der Rubrik „Bücherfrage der Woche“ der Berliner Zeitung hat mich Cornelia Geißler zu „Herzhand“ befragt. Meine Antwort war am 7. September 2021 unter der Überschrift „Blick über die Schulter“ im Feuilletonteil zu lesen.

Ute Büsing stellt auf inforadio rbb in der Literatursendung „Starke Sätze“ den Roman folgendermaßen vor: „Der Roman handelt von einem auf rechts umgepolten Linkshänder, der im Laufe seines Lebens eine Kehrtwende vollzieht… Folie des Romans ist der Dschungel des Literaturbetriebs, speziell des Berliner Literaturbetriebs. Volker Kaminski rechnet damit liebevoll-komisch ab…“ 29. 8. 21 (Nachzuhören mit Statements von mir im Podcast rbb inforadio Starke Sätze)

„Er ist die Wundertüte unter den Schriftstellern, der aus Karlsruhe stammende Volker Kaminski. (…) Ein so genau beobachteter wie subtil zugespitzter Blick hinter die Kulissen des Literaturbetriebs (…) Streckenweise liest sich das Ganze wie eine moderne Kafka-Variante, mit Szenen, die wie hyperklare Tagträume dastehen. (…) Das Spannungsmoment kommt dabei nicht zuletzt daraus, dass man als Leser völlig eindringt in diese Schriftstellerwerdung eines Linkshänders. Man schaut Maibach förmlich in den Kopf (…) ein kunstvolles Roman-im-Roman-Spiel ist das.“ Armin Knauer, Reutlinger General-Anzeiger, 11. 8. 21

„Volker Kaminski kennt sich nach acht Romanen und sechs Verlagen gut aus mit der literarischen Szene, die er in seinem neuen Roman ‚Herzhand‘ böse beschreibt: Man hofft inständig, dass er übertreibt.“ Badische Neueste Nachrichten, 28. 7. 2021

Aktuelle Lesetermine:

Juli 2021: Artikel über meinen Aufenthalt in Bansin in der „Ostseezeitung“ vom 14. Juli 2021, Titel: „Zwischen Badehose und Bleistift“ (https://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Usedom/Usedom-Zwischen-Badehose-und-Bleistift-So-entspannt-ein-Schriftsteller)